rabrabi - die bildungsoptimierung

       

 Darlegung und Diskussion von Rechtsfolgen im Unterricht

 

Recht und Rechtsfolgen spielen in unterschiedlichen Konstellationen eine wesentliche Rolle auch in den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind Bestandteil des Unterrichts.

Verantwortliche Wertevermittler sind die Lehrerinnen und Lehrer. 

Verantwortliche Rechtsanwender sind diejenigen Juristinnen und Juristen, die tagtäglich von Berufs wegen Recht anwenden und Rechtsfolgen gestalten, also Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Verwaltungsbeamtinnen und Verwaltungsbeamte.

Während die Lehrerinnen und Lehrer im Wesentlichen theoretische Inhalte vermitteln, vereinen die Juristinnen und Juristen Theorie und Praxis.

Die Wertevermittlung in den Schulen kann effektiver und nachhaltiger erfolgen, wenn auch hier die Theorie mit der Praxis verbunden werden kann. Dazu nutzen die Schulen bereits verschiedene Möglichkeiten, so das justizielle Angebot zur, auch begleiteten, Teilnahme an Gerichtsverhandlungen, überwiegend in Strafprozessen. Auch werden persönliche Kontakte genutzt, um Praktiker „in die Schulen zu holen“.

Ein institutionalisiertes, bildungsergänzendes Praxisangebot „Recht und Rechtsfolgen“ gab es in Neubrandenburg bis 2010 nicht.

Ziel des Angebots „Recht in den Schulen – Darlegung und Diskussion von Rechtsfolgen im Unterricht“ ist es, den Neubrandenburger Schulen ein solches institutionalisiertes ergänzendes Bildungsangebot zu unterbreiten. Zu Schülerinnen und Schüler besonders interessierenden rechtlichen Problemlagen sollen Praktiker Unterrichtseinheiten ergänzen und auf Wunsch der jeweils verantwortlichen Pädagogen Unterrichtsteile gestalten.

In Zusammenarbeit des Präventionsrates der Stadt Neubrandenburg, des Schulamtes Neubrandenburg und des Landgerichts Neubrandenburg ist nach Beteiligung Neubrandenburger Schulen ein Themenkatalog erstellt worden, der ein aktuelles, veränderliches Bild interessierender rechtlicher Problemlagen zeichnet. Inzwischen gehört auch die Polizei Neubrandenburg zu den Kooperationspartnern.

Zu diesen interessierenden rechtlichen Problemlagen ist eine Themenübersicht erstellt worden. Aus dieser können die jeweils verantwortlichen Pädagogen ersehen, zu welchen Problemlagen praktische Unterrichtsteile in Anspruch genommen werden können, welche inhaltlichen Schwerpunkte eine Rolle spielen und welcher schulischer Vorbereitungs- oder Unterstützungsbedarf besteht.

Für jede interessierte Schule steht ein justizieller Ansprechpartner zur Verfügung, der jeweils in Kooperation mit den schulischen Ansprechpartnern geeignete Dozentinnen und Dozenten vermittelt. Als Dozentinnen und Dozenten arbeiten Neubrandenburger Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Verwaltungsbeamtinnen und Verwaltungsbeamte. Mit ihrem berufsbegleitenden Engagement tragen die Juristinnen und Juristen auch dazu bei, möglichst frühzeitig ein realistisches Bild der Justiz als rechtsstaatssichernde dritte Gewalt zu zeichnen.

Wissen um das Recht und seine Alltäglichkeit prägt Rechtsbewusstsein und Rechtswirklichkeit. Wissen um das Recht ist Prävention.

 

Hier gehts

- zur Broschüre:    

                                           

- zum Flyer:

 

                                                       

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